Pierogi Mitts

Ich habe sehr große und schwere Hände, was das Handschuhe tragen schwierig macht. Damenhandschuhe sind mir in aller Regel zu eng und Herrenhandschuhe mag ich nicht. Der Erfolg: Ich trage eigentlich nie Handschuhe, auch im Winter nicht - zum Glück habe ich trotzdem immer ziemlich warme Hände.

Vor einiger Zeit habe ich von Helma, einer ganz lieben Bekannten, ein paar von ihr selbst gestrickte japanische Handschuhe bekommen. Diese Handschuhe heißen nicht etwa so, weil sie aus Japan kommen, sondern weil ein in Japan lebender deutscher Strickdesigner sie erfunden hat; sie haben eine unglaubliche Erfolgsgeschichte geschrieben.

Das sind Helmas schöne Handschuhe

Langer Rede, kurzer Sinn: Helmas Handschuhe waren die ersten, die mir wirklich gepasst haben. Also wollte ich mir noch ein Paar stricken, aber (anders als bei Helmas Handschuhen) ohne Bündchen, weil meine dicke und schneefeste Winterjacke ein ziemliche enges Bündchen am Handgelenk hat, was zwar schön warm hält, aber schon mit der Uhr sehr wurschtelig ist - erst recht, wenn noch ein Handschuhbündchen dazu kommt. Es sollten aber unbedingt Handschuhe im japanischen Schnitt sein, der inzwischen von vielen Designern umgesetzt wird.

Ich habe mich also auf die Suche gemacht und bin bei Zuzanna Pabin und ihren Pierogi Mitts fündig geworden; die Anleitung (auf Englisch und Polnisch) gibt es hier bei Ravelry. Bei Instagram findet Ihr Zuzanna hier.

Im Schnee habe ich die Handschuhe auch mal fotografiert:

Gestrickt habe ich mit von meiner Freundin Nicole in ihrer Klecksküche hangefärbter Merino-Sockenwolle und 2,5er-Nadeln; verbraucht habe ich für die mittlere Größe bei Daumenumfang 7cm knapp 45g. Anders als in der Anleitung angegeben habe ich beim zweiten Handschuh die Zöpfe nach links gedreht, damit die Optik an beiden Händen gleich ist. Die Knöpfe habe ich aufgenäht, damit ich rechten und linken Handschuh auseinander halten kann.

Die Handschuhe sind herrlich warm und superbequem. Strapazierfähig sind sie auch, weil sie aus Sockenwolle sind, auch. Der Bartträger möchte jetzt auch ein Paar solcher Handschuhe; er fand bisher fingerlose Handschuhe doof, aber diese mag er. Die Wolle dafür habe ich bei Nicole schon bestellt.

Kommentare 5

Fragen, die nichts mit diesem Beitrag zu tun haben, und allgemeine wollige Anliegen könnt Ihr hier los werden.

Liebe Ursula, wie schön, dass dir meine Handschuhe so gut gefallen, dass du sogar nach ähnlichen gesucht hast.

Es freut mich so sehr, dass du mich namentlich erwähnt hast in deinem post . Ich bin nämlich von meinen handwerklichen Fähigkeiten nicht immer überzeugt...

Aber das stärkt wieder meine Motivation weiterzuwerkeln.

Liebste Grüße an dich und deinen Bartträger

Hallo und einen schönen Tag, gerade habe ich das über die Handschuhe gelesen . Sofort die Anleitung runter geladen und nun stehe ich auf dem Schlauch. Es ist ja nicht meine erste engl. Anleitung und auch mit dem Übersetzer geht es ganz gut. ABER C6B ich breche mir die Finger . Liebe Ursula sie haben doch immer so super Ideen. Können sie mir helfen meine Finger und meinen Kopf zu entwirren? Danke Christiane

Liebe Christiane,

wie schön, dass Dir die Handschuhe auch so gut gefallen 🤗 C6B ist ein ganz normaler Sechs-Maschen-Zopf; ich habe ihn (anders als in der Anleitung angegeben) mit einer Zopfnadel gestrickt. Also drei Maschen auf die Zopfnadel hinter die Arbeit, drei Maschen stricken und dann die drei von der Zopfnadel. Von dem Verzopfen ohne Zopfnadel halte ich persönlich gar nichts; wenn man ein bisschen fester strickt (so wie ich), geht das nicht.

Ganz liebe Grüße 👋

Danke für die schnelle Antwort ,ich hatte mich inzwischen auch für die Zopfnadel entschieden. Da ich ein " Losestricker" bin rutscht mir manchmal etwas weg . Nehme meist eine viertel oder halbe Nadelstärke kleiner.

Vielen Dank für .eine Hilfe, freue mich immer wenn es etwas neues von Dir zu lesen gibt.

Grüße aus Berlin

Das ist ja prima, dass Du den Zopfnadelweg schon gefunden hattest. Hast Du schon mal die Holzzopfnadeln von KnitPro ausprobiert? Die haben ziemlich ausgeprägte Rillen, da rutscht nichts mehr weg. Mir sind die Rillen fast zu ‚scharf‘; ich habe sie mir ein bisschen sanfter gefeilt. Aber ich möchte nicht mehr mit anderen Zopfnadeln stricken.