Leaflet Scarf

Manchmal läuft es anders, als man sich das eigentlich vorgestellt hatte. Den Leaflet Scarf von Jennifer Weissman, von der ich ja schon einiges gestrickt habe, hatte ich bei Instagram entdeckt und fand ihn ausgesprochen schön. Also habe ich mir die Anleitung gekauft (Ihr findet sie hier) und Wolle ausgesucht; entschieden habe ich mich für Cool Wool Big Mélange von Lana Grossa in der schönen Farbe Grège. Bestellt habe ich mir sieben Knäuel, was sehr gut hätte reichen müssen.

Der Schal wird mit Hilfe eines provisorischen Anschlags aus der Mitte gestrickt. Man strickt zuerst die eine Hälfte und dann die andere; den Ansatz sieht man nicht. Ich habe zuerst eine Maschenprobe gestrickt und dabei beschlossen, den Rand nicht als Knötchenrand wie in der Anleitung vorgegeben zu stricken, sondern einen dreimaschigen Patentrand zu machen, das gefiel mir optisch besser. Ein dreimaschiger Patentrand an beiden Seiten bedeutet, jede Reihe hat vier Maschen mehr als in der Anleitung vorgesehen. Grundsätzlich kein Problem - ich habe einfach vier Maschen mehr angeschlagen.

Was ich in einem Anfall von Brett vorm Kopf nicht bedacht hatte: Vier Maschen mehr pro Reihe bedeuten vier Maschen mehr Wolle pro Reihe. Ich hatte sehr schnell das Gefühl, dass meine sieben Knäuel nicht reichen würden. Was also tun?

In meinem Fundus hatte ich noch drei Knäule Merino Extra Fine von Drops in Natur, die von der Lauflänge nicht perfekt, aber einigermaßen zur Cool Wool Big passen. Also habe ich beschlossen, naturfarbene Streifen einzustreuen. Fröhlich habe ich weiter gestrickt.

Am Ende der beiden Schalseiten wird ein aufwändigeres Muster eingestrickt; Ihr könnt das auf den Bildern bei der Anleitung, die ich Euch oben verlinkt habe, sehen. Als ich dieses Muster fertig hatte (oder ehrlicherweise schon während ich daran gestrickt habe) habe ich festgestellt, dass mir das Muster nicht gefällt. Es zog sich total zusammen, obwohl ich es schon, wie in de Anleitung empfohlen, mit einer halben Nadelstärke mehr gestrickt hatte, und passte zudem für mich irgendwie nicht wirklich zum Rest des Schals. Also habe ich es wieder aufgeribbelt und stattdessen den einfachen Musterstreifen weiter wiederholt, bis zur passenden Länge. Die zweite Schalseite habe ich dann gegengleich gestrickt.

Das Ergebnis mit Patentrand, Streifen und ohne Abschlussmuster gefällt mir ausgesprochen gut:

Ich wäre übrigens mit meinen sieben Knäuel Cool Wool Big trotz Patentrand locker hingekommen - die naturfarbenen Streifen wären also gar nicht nötig gewesen. Der fertige Schal wiegt ca. 295g und ist nach Baden und Spannen ca. 200 x 28cm groß. Gestrickt habe ich ihn mit 4,0er-Nadeln.

Kommentare 2

Fragen, die nichts mit diesem Beitrag zu tun haben, und allgemeine wollige Anliegen könnt Ihr hier los werden.

Liebe Ursula,


Dein Tuch gefällt mir außerordentlich gut, wobei ich die hellen Streifen nicht störend finde. Blattmuster sind immer wieder schön. Dabei habe ich mich im vergangenen Jahr auch zweimal ausgetobt bei einem Tuch, welches meine Mutter bekam und bei einem Rundpassenpulli für mich. Meine erste Coral-Reef-Socke ist inzwischen fertig und ich werde sie behalten (müssen), da sie aufgrund des Musters recht eng ausfällt. Den Hinweis in der Anleitung habe ich viel zu spät gelesen, da war schon klar, dass mein Sohn nicht hinein kommen wird.
Im Winterurlaub hatte ich ein bisschen Pech, da bereits nach 1,5 Tagen der Spaß aufgrund meines verdrehten Knies vorbei war. Ich habe das Beste aus der Situation gemacht und viel gestrickt. Außerdem war ich jeden Tag spazieren und habe die Wasseramseln im Fluß beobachtet. So ist mein Rundpassenpulli mit zweifarbigen Zickzackstreifen fast fertig geworden.
Viele liebe Grüße von

Jana (aus Bernau)

Liebe Jana,

Dankeschön für Deinen lieben Kommentar 🤗

Die Coral Reef-Socken habe ich auch noch auf meiner Liste; mal sehen ob und wann ich sie stricke 🧦 Dass Du einen Unfall hattest, tut mir so leid! hoffentlich geht es Dir inzwischen wieder gut.

Ganz liebe Grüße zurück zu Dir 👋