Sockenlineal

Ich finde es furchtbar schwierig, aus der Ferne passende Socken zu stricken, also wenn man die Socken nicht anprobieren kann. Inzwischen bin ich stolze Besitzerin eines Sockenlineals und das ist wirklich eine tolle Sache. Ich habe zwei Größen: Eins für Babys/Kinder und eins für Erwachsene, so bin ich für alle Eventualitäten bis Größe 47 gerüstet:



Man steckt das Lineal in die Socke und liest vorne ab, wie weit man ist. Aufgedruckt sind nicht nur Zentimeter-Angaben sondern auch Größenangaben, das ist ausgesprochen hilfreich. Ausgelegt sind die Angaben auf dem Lineal, wann man mit der Spitze beginnen muss, für Socken mit den normalen Bandspitzen nach den gängigen Tabellen (zum Beispiel von Regia); da ich diese Spitzen immer stricke, passt das perfekt. Lediglich die Löcher zum Feststellen der Nadelgröße sind verkehrt; bei mir stimmt kein einziges.


Gekauft habe ich die Lineale bei Yarndesign; meines Wissens gibt es sie nur dort. Bei Amazon findet man Kopien, über deren Qualität kann ich aber nichts sagen.

Antworten 6

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  • Oh du hast das ja auch für Kinder das muss ich dann auch noch haben 😊

  • Ja, das habe ich mir direkt dazu gekauft, weil wir ja einen kleinen Enkel haben, der gerne Omas Socken mag :S

  • Tolles Teil. Meine fast 83-jährige Mutter macht das anders. Sie bittet immer darum, dass man ihr irgendeinen x-beliebigen Faden in der Länge des Fußes schickt bzw. gibt. Danach strickt sie dann die Socken und die passen immer. Naja, ab dem 14. Lebensjahr musste sie sich ihre Socken selbst stricken, seit ewigen Jahren strickt sie Socken für die ganze Familie (nicht für mich, ich hab früher nie irgendwas gestricktes angezogen). Diese Erfahrung ist wohl nicht so einfach zu toppen.😂

  • Liebe Erika, die Methode Deiner Mutter ist ja ganz toll und spricht wirklich für ganz viel Erfahrung. Die Spitzen sind ja je nach Größe immer unterschiedlich lang; das muss Deine Mutter ja alles im Gefühl haben - Wahnsinn :love:


    Ich mochte auch nie Selbstgestricktes; bei uns in der Familie hat nur meine Oma gestrickt, und deren Werke waren - so sehr ich meine Oma auch geliebt habe - einfach furchtbar. Hart, kratzig und einfach unerträglich.

  • Ja, ganz genau. Ich bin noch ein Opfer der „Bosterocks“, ich denke, das ist Börkumer Platt, das hochdeutsche Wort dafür kenne ich nicht. Gemeint sind damit diese Unterhemden aus Schafwolle, die uns als Kinder angezogen wurden. Meine Oma strickte die für uns. Ich musste sie zwar immer über dem eigentlichen Unterhemd tragen, aber die „stikkelten“ trotzdem ganz fürchterlich. Das Resultat davon ist, dass ich heute nicht mal mehr ein Unterhemd trage und mich immer gewehrt habe, „bestrickt“ zu werden. Dadurch, dass ich jetzt selbst Socken stricke - und sie auch trage - weiß ich natürlich, dass die Wolle heute nicht mehr so kratzig ist. So ein Trauma ist aber hartnäckig 😂

  • Ich kann Dich so gut verstehen ; es gibt Dinge, die einen ein Leben lang begleiten. Diese Brustdinger kenne ich auch noch, allerdings in anderer Form. Meine Oma, die in der Eifel wohnte, strickte so dreieckige Tücher, die oben und unten ein Band hatten. Das Tuch kam wie bei Dir übers Unterhemd; das obere Band an der Spitze des Dreiecks kam um den Hals, das untere Band, an der Basis des Dreiecks, um den Bauch - und es hat gekratzt wie verrückt.

  • Auf Deine Meinung und/oder Deine Fragen freue ich mich